Das ist nicht Frankfurt – eigentlich

20 Mai

Frankfurt in den Tagen von Blockupy

Frankfurt gibt sich gerne als moderne, weltoffene Metropole. Offen für Menschen aller Länder, Kulturen und Weltanschauungen. Man rühmt sich hier der langen Historie von Toleranz und Bürgerschaftlichkeit und dem kosmopolitischen Klima. In diesen Tagen zeigt Frankfurt aber ein anderes Gesicht, es zeigt, wo Toleranz und Offenheit aufhören – beim Geld. Genauer gesagt, beim wirtschaftlichen Rückrad der Stadt, der Finanzindustrie.

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(Bild via kritische-massen)

In diesen  Tagen regiert in Frankfurt statt Multikulti und Tolleranz, eher Kontrollwahn und Panik. Man sieht Einzelhändler die ihre Schaufenster vernageln, Parkhäuser die ihr Sicherheitpersonal verdoppeln, geschlossene U-Bahn Stationen und Sparkassenfilialen. Man erlebt, wie Vermögensverwalter ihre Klingeschilder überkleben und wie Großbanken ihre Mitarbeiter anweisen ihren Arbeitsstätten fern zu bleiben. Flankiert wird all das von weitreichenden Demonstrationsverboten und einem Polizeiaufgebot, das ich in Deutschland – egal ob Bundesligaspiel, Großdemo oder Terrorwarnung – so noch nicht erlebt habe.

Die Hundertschaften, zusammengezogen aus ganz Deutschland, sperren Straßen – ja ganze Stadtteile, sichern wichtige und weniger wichtige Gebäude und haben einen gewissenhaften Blick auf jeden, der sich auf Frankfurts Straßen bewegt. So gewissenhaft gar, dass sich jeder der ohne Manschettenknöpfe, Maßanzug und Lederschuhe durch die Stadt schlendert mit argwöhnischen Blicken und kritischen Personalkontrollen konfrontiert sieht. Die Botschaft die die Main Metropole damit in die Welt sendet ist ebenso deutlich, wie erschreckend: Du bist Banker? Dann bist uns willkommen. Dann kannst du hier gutes Geld verdienen, in noblen Restaurants essen, in edlen Boutiquen shoppen und dir sicher sein, dass wir dich, die Bank, das Restaurant und die Boutique mit allem was uns zur Verfügung steht vor Unannehmlichkeiten aller Art schützen werden. Du bist Student, Arbeiter, Künstler oder hast schlicht eine alternative Meinung zu den Gepflogenheiten an den globalen Finanzmärkten? Dann störst du unser Idyll. Dann bist du hier nicht willkommen – und das lassen wir dich auch spüren. So ist Frankfurt nicht – eigentlich. Aber das ist das Bild, dass jeder der hier lebt, arbeitet oder zu Besuch ist – ganz egal ob Shopping-, Kultur- oder Blockupy-Tourist – in diesen Tagen vermittelt bekommt.

Das ist überspitzt, zugegeben und man kann das alles natürlich auch ganz anders sehen. Man kann es auch so sehen, dass es ein durchaus ernst zunehmendes Problem ist, wenn allein die Ankündigung von ein paar hundert potentiell gewaltbereiter Demonstranten ausreicht das wirtschaftliche, öffentliche und private Leben in einer deutschen Metropole für fünf Tage völlig lahm zu legen. Dass es ein Alarmsignal sein sollte, wenn seriöse Banken sich genötigt sehen ihre Mitarbeiter zu deren Schutz Zwangsurlaub zu verordnen, wenn alteingesessene Einzelhändler derartig um ihre Schaufenster fürchten, dass sie bereit sind auf die Einnahmen eines ganzen Feiertagswochenendes zu verzichten und wenn sich Bürger nicht mehr trauen im Anzug auf die Straße zu treten. Ja, so kann man das auch sehen… Wenn man aber auf dem Weg zur Arbeit gleich mehrfach von der Polizei kontrolliert wird, der Weg zum lieblings Thai in der Mittagspause  versperrt ist und man sich morgens vorm Spiegel ernsthaft fragen muss, ob der schwarze Hoody dieser Tage wirklich die glücklichste Kleiderwahl ist, dann fällt es verdammt schwer die “Schuld” dafür bei den zumeist friedlichen Demonstranten zu finden.

Oder aber

Es gibt übrigens auch noch eine ganz andere Erklärung für die um sich greifende Blockupy-Panik: So gibt es nicht wenige die vermuten, dass “Blockupy Frankfurt” eigentlich keine kapitalismuskritische Grass-Root Bewegung ist, sondern schlicht eine verdammt gut gemachte Viral-Kampagne der lokalen Handwerkskammer. Denn jeder der im Moment im Großraum Frankfurt zwei Bretter im Lager liegen hat und einen Hammer halten kann, verdient sich gerade eine goldene Nase mit dem Vernageln von Schaufenstern und Büroeingängen. Und so kann man das auch sehen…

Guitar Pee

19 Mai

MPee3

Wer unter der Dusche singt, kann jetzt – dem Billboard Magazine in Brasilien sei dank – auch am Pissoir Gitarre spielen. Die Idee ist ja nicht schlecht, wirklich überragend ist aber das “MPee3″-Wortspiel.

(thx for the hint @ buzzfeed)

 

Budweiser: Vinyl Ad

18 Mai

The magazine ad you can play

Alle reden nur noch von “Digital” – egal ob im Musikbiz oder in der Werbung. Aber,  “Analog” lebt – in den Medien und auch in der Musikbranche. Dass Print und Platten noch lange nicht tod sind und sich auch mit solch “altgedienten” Mitteln noch kreative Kampagnen machen lassen, beweisen Will.I.Am von den BEP’s und Budweiser mit der “Vinyl Ad”.

Size matters

17 Mai

Wie groß ist eigentlich groß?

Mit der großartigen interaktiven Infografik, The Scale of the Universe 2 nimmt Cary Huang uns mit auf eine ganz große Reise vom kleinsten vorstellbaren Teil, dem String bis hin zur unvorstellbaren, endlosen Ausdehnung des Universums. Unbedingt ausprobieren!

Hinweis: Bevor ihr eins der Bilder klickt, solltet ihr dringend sicherstellen, dass ihr in den nächsten ein bis zwei Stunden nichts wichtiges vorhab. Wenn doch, dann stellt euch schon mal drauf ein, dass das nix werden wird, da The Scale of Universe einfach unverschämt süchtig macht.

(via netzpiloten)

The PAS House

14 Mai

Was hat Architektur mit Skateboarding zu tun?

Auf den ersten Blick zunächst mal nicht wirklich viel. Wer aber selbst skatet weiß, dass man nach kurzer Zeit plötzlich anfängt Räume und Plätze – ganz egal ob drinnen oder draußen – völlig anders wahrzunehmen. Wo eigentlich nur Wände und Treppen sind, sieht man auf einmal Rails, Gabs und Wallrides und Ramps.

In Malibu, Kalifornien, haben der ehemaligen Pro-Skater Pierre Andre Senizergues (PAS) und Designer Gil Lebon dazu ein gibt es ein ziemlich cooles Projekt gemacht, das PAS House. Das Skateboard House ist eine Mischung aus einem ziemlich stylischen Appartement und einer Skate-Halle.

PAS-House2

Mehr über das PAS House gibt’s auf der Etnis Fcbk Fanpage von Etnies.

(via hypesrus)

50 Jahre Torfabrik

10 Mai

Der Ball ist bunt und das Spiel dauert 90 Minuten

Kaum ist sie vorbei, die 49ste Auflage der deutschen Fußball Bundesliga (zumindest für 17 der 18 Clubs), schon liefern die Verantwortlich von DFL und Adidas den ersten Ausblick auf die anstehende Jubiläums Spielzeit, 2012/2013. So gönnt man sich bei für die 50ste Saison nicht nur ein neues Logo sondern passend dazu auch gleich ein neues Spielgerät, die neue Torfabrik.

(via logolook)